Donnerstag, 19. April 2018

EuGH schränkt Rechte kirchlicher Arbeitgeber ein


Europäischer Gerichtshof
Kirchen dürfen nicht diskriminieren
Kirchliche Arbeitgeber haben in Deutschland ein eigenes Arbeitsrecht. Doch diese Selbstbestimmung ist nicht unbegrenzt, hat der EuGH entschieden. Wir erklären das Urteil.
Zeit-Online >>

Kirchliche Arbeitgeber müssen auch Konfessionslose anstellen
Kirchliche Arbeitgeber dürfen nicht bei jeder Stelle von Bewerbern eine Religionszugehörigkeit fordern.
Dies hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg zu einem Fall aus Deutschland entschieden.
Die Diakonie hatte in einer Stellenausschreibung für eine befristete Referentenstelle die Zugehörigkeit zu einer protestantischen Kirche gefordert - eine Bewerberin hatte dagegen geklagt.
Süddeutsche Zeitung >>

EuGH schränkt Rechte kirchlicher Arbeitgeber ein
Kirchliche Arbeitgeber dürfen nicht bei jeder Stelle von Bewerbern eine Religionszugehörigkeit fordern. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Dienstag zu einem Fall aus Deutschland.
Religion.orf.at >>

Dienstag, 17. April 2018

Dtld: Eucharistiediskussion als Machtkampf


"Da tobt ein Machtkampf"
Sieben Bischöfe akzeptieren das Mehrheitsvotum ihrer Amtsbrüder zur Eucharistie für Protestanten nicht und wenden sich an den Vatikan. Es handele sich um ein Aufbegehren gegen den Vorsitzenden der Bischofskonferenz, eine Anti-Marx-Liga, "angeführt vom Kölner Kardinal Woelki", sagte der Journalist Joachim Frank im Deutschlandfunk >>.


Es geht gegen Papst Franziskus
Wie bayerische Bischöfe und ein Amtsbruder in Sachsen unter der Leitung des Kardinals von Köln einen Spaltkeil in die Kirche treiben - Ein katholischer Blick auf jüngste Entwicklungen
Heise-Online >>


Die Ehe, die Evangelischen und der Papst
An der Kommunionbank ist für viele Platz, für Wiederverheiratete und Protestanten zum Beispiel. Das lässt sich aus Äußerungen von Franziskus herauslesen. Während der Brief deutscher Bischöfe in Rom keine Wellen schlägt, sorgt ein neues Buch für Turbulenzen. Es behauptet: Dieser Papst wird scheitern.
Deutschlandfunk >>


Konfessionsverschiedene Ehen und gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie
Deutsche Bischofskonferenz >>

Freitag, 13. April 2018

Vatikanische Kommission regt Frauen-Synode an


Vatikanische Kommission regt Frauen-Synode an
Die Päpstliche Lateinamerika-Kommission betont in ihrem Abschlussdokument zu einer Tagung im Vatikan Anfang März, dass die „Abwesenheit von Frauen in Entscheidungsgremien“ einen „Mangel“ und eine „ekklesiologische Lücke“ darstelle. Die Vatikanzeitung Osservatore Romano veröffentlichte Teile der Erklärung in ihrer Donnerstagsausgabe.
VaticanNews >>


Päpstliche Kommission schlägt Franziskus eine Synode über die Rolle der Frau vor
Die Päpstliche Kommission für Lateinamerika hat vorgeschlagen, dass Papst Franziskus eine Synode über die Rolle der Frau im Leben und in der Mission der Kirche einberuft.
Der Vorschlag ist in einer Erklärung enthalten, deren 15 Paragraphen vor einem Monat von der Päpstlichen Kommission für die lateinamerikanische Vollversammlung verabschiedet und am 11. April im L'Osservatore Romano veröffentlicht wurde.
Die Päpstliche Kommission für Lateinamerika betonte, dass die katholische Kirche "von Vorurteilen, Stereotypen und Diskriminierungen befreit" werden müsse, und deshalb sei eine "pastorale Umkehr" nötig, um die Vergebung der Frauen "für alle Situationen" zu fordern, in denen christliche Gemeinschaften "Komplizen eines Angriffs auf die Würde der Frau" waren und sind.
Das Dokument forderte auch die lokalen Diözesen auf, "mutig" zu sein und "alle Formen von Diskriminierung und Unterdrückung, von Gewalt und Ausbeutung anzuprangern", denen Frauen ausgesetzt worden sind.
CNA Deutsch >>


Vatikanische Kommission regt eigene Frauen-Synode an
"Es braucht einen Bewusstseinswandel"
Papst Franziskus betont immer wieder, dass Frauen in der Kirche vertreten sein müssten. Im vergangen Jahr hat er zwei Frauen auf ranghohe Posten im Vatikan berufen. Jetzt verfolgt der Vatikan die Idee einer Frauen-Bischofssynode.
Domradio.de >>

Dienstag, 10. April 2018

Neues Papstschreiben über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute



Papstschreiben zu Christsein heute:
„Heiligkeit wächst durch kleine Gesten“
„Hab keine Angst vor der Heiligkeit“: Diesen inoffiziellen Titel könnte das neue Papstschreiben tragen. Es erläutert das Christsein für das 21. Jahrhundert. Der Vatikan hat es an diesem Montag vorgestellt.
Kommentar auf VaticanNews >>


Im Wortlaut: Gaudete et Exsultate auf Deutsch
Hier die amtliche Übersetzung der Apostolischen Exhortation von Papst Franziskus, Gaudete et Exsultate, über die allgemeine Berufung zur Heiligkeit.
VaticanNews >>


Papst-Schreiben: "Klare Absage an Elitenprogramm der Heiligkeit"
Wiener Dogmatiker Tück im "Kathpress"-Interview über neues Papst-Schreiben: Franziskus zielt auf "Demokratisierung des Heiligkeitsbegriffs", lehrt eine "Mystik der offenen Augen" und wendet sich gegen "gnadenlose Selbstperfektionierung"
Katholisch.at >>


"Heiligkeit in Erinnerung rufen"
"Freut euch und jubelt": So heißt übersetzt das neue Papstschreiben, das am Montag erschienen ist. Vatikan-Experte Nersinger hat sich mit dem Schreiben beschäftigt und erklärt, woran sich vielleicht manch einer stoßen könnte.
Domradio.de >>

Samstag, 7. April 2018

Dtld: Streit über Kommunion für konfessionsverschiedene Ehen


Streit über Kommunion
Kampfansage aus dem Erzbistum Köln
In Anrede („Eminenz, lieber Mitbruder“) und Schlussformel („mit mitbrüderlichen Grüßen“) wahrt Kardinal Rainer Woelkis Brief vom 23. März an den Münchner Kardinal Reinhard Marx die Form. Den Inhalt aber kann der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz nicht anders denn als Kampfansage und als Aufstand unter Bischöfen verstanden haben.
Woelki und sechs weitere Bischöfe haben Rom Ende März um Hilfe gegen die Mehrheit ihrer Mitbrüder angerufen, worüber Woelki Marx schriftlich informiert – einen Tag nach dem Versand des Brandbriefs.
Konkret geht es um die Teilnahme evangelischer Christen in konfessionsverschiedenen Ehen an der Kommunion in der katholischen Messe. Nach jahrzehntelangem Ringen um solch eine ökumenische Öffnung hatte die Bischofskonferenz im Februar einen entsprechende Handreichung verabschiedet – mit 13 Nein-Stimmen bei 60 anwesenden Bischöfen, wie Woelki und die anderen Unterzeichner eines Briefes an den Präsidenten des „Rats für die Einheit der Christen“, Kardinal Kurt Koch“, offenlegen.
Weiterlesen im Kölner Stadt-Anzeiger >>


Der Brief im Wortlaut (incl. Antwortbrief von Kardinal Reinhard Marx) >>


ZdK-Präsident zur Kommunion für gemischtkonfessionelle Paare
"Für Ökumene ein sehr unschönes Zeichen"
Sieben Bischöfe haben sich an den Vatikan gewandt, weil sie Klärung bezüglich der gemeinsamen Kommunion für gemischtkonfessionelle Paare wünschen. ZdK-Präsident Thomas Sternberg ermuntert zu einem Blick auf die Praxis.
Domradio.de >>


Kardinal Marx weist Kritik aus Bischofsbrief an Vatikan zurück
Eine Frage der Interpretation
In der katholischen Deutschen Bischofskonferenz gibt es offenbar einen Dissens über die Frage der bisher nicht zulässigen Kommunion für konfessionsverschiedene christliche Ehepartner. Die Hintergründe.
Domradio.de >>


Das sagen die Bischöfe zum Eucharistie-Brief der sieben Bischöfe
Die Debatte um die Kommunion für Protestanten geht weiter: Trotz eines Beschlusses der Bischofskonferenz haben sich sieben Bischöfe an den Vatikan gewandt. Einige Amtsbrüder befremdet dieses Vorgehen.
Katholisch.de >>



Bischöfe ringen um Lösungen bei konfessionsverschiedenen Ehen
Fortschritt im Schneckentempo
Wieder ringen die Bischöfe um kleine Fortschritte in der Seelsorge. Die Frage, ob nicht-katholische Partner gemeinsam mit ihren katholischen Gatten die Kommunion empfangen dürfen, bewegt. Eine Einschätzung des KNA-Chefredakteurs.
Domradio.de >


"Ungestillter geistlicher Hunger" eher selten
Wenn der "ungestillte geistliche Hunger nach dem gemeinsamen Empfang der Kommunion" die katholische Ehe gefährdet, soll es künftig Ausnahmen geben. Was sagt der Leiter des kirchlichen Gerichtes in Köln, Offizial Prälat Assenmacher, dazu?
Domradio.de >>


Pressebericht der Frühjahrs-Vollversammlung 2018 der Deutschen Bischofskonferenz >>
6. Konfessionsverschiedene Ehen und gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie

Erneut haben wir uns mit dem Thema „Konfessionsverschiedene Ehen und gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie“ befasst. Hintergrund ist der hohe Anteil konfessionsverschiedener bzw. konfessionsverbindender Ehen und Familien in Deutschland, bei denen wir eine herausfordernde und dringende pastorale Aufgabe erkennen. In den vergangenen Monaten haben die Ökumenekommission und die Glaubenskommission an einem Dokument gearbeitet, das sich – anknüpfend an die weltkirchlichen und kirchenamtlichen Bezugstexte der vergangenen Jahrzehnte bis hin zu Amoris laetitia – als Hilfestellung versteht, um im seelsorglichen Gespräch die konkrete Situation anzuschauen und zu einer verantwortbaren Entscheidung über die Möglichkeit des Kommunionempfangs des nichtkatholischen Partners zu kommen. Deshalb sind die Personen, an die sich das Dokument richtet, zuallererst die Seelsorger: Ihnen geben wir eine Orientierung für die seelsorgliche Begleitung von konfessionsverschiedenen Ehepaaren, die für sich klären wollen, ob eine gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie in der katholischen Kirche möglich ist.

Die Orientierungshilfe geht davon aus, dass in konfessionsverschiedenen Ehen im Einzelfall der geistliche Hunger nach dem gemeinsamen Empfang der Kommunion so drängend sein kann, dass es eine Gefährdung der Ehe und des Glaubens der Ehepartner nach sich ziehen könnte, ihn nicht stillen zu dürfen. Das gilt insbesondere für die Ehepaare, die ihre Ehe sehr bewusst aus dem gemeinsamen christlichen Glauben leben möchten und deren Ehe schon jetzt die Konfessionen verbindet. Hier kann ein „schwerwiegendes geistliches Bedürfnis“ entstehen, das es nach dem Kirchenrecht (auf der Grundlage von c. 844 § 4 CIC) möglich macht, dass der evangelische Ehepartner zum Tisch des Herrn hinzutritt, wenn er den katholischen Eucharistieglauben bejaht. Deshalb ist die zentrale Aussage des Dokumentes, dass alle, die in einer konfessionsverbindenden Ehe nach einer reiflichen Prüfung in einem geistlichen Gespräch mit dem Pfarrer oder einer mit der Seelsorge beauftragten Person zu dem Gewissensurteil gelangt sind, den Glauben der katholischen Kirche zu bejahen sowie eine „schwere geistliche Notlage“ beenden und die Sehnsucht nach der Eucharistie stillen zu wollen, zum Tisch des Herrn hinzutreten dürfen, um die Kommunion zu empfangen. Wichtig ist: Wir sprechen über Einzelfallentscheidungen, die eine sorgfältige geistliche Unterscheidung implizieren.

Die Handreichung will für den konkreten Fall der konfessionsverschiedenen Ehe eine Hilfestellung geben und eine größere Klarheit und Sicherheit für die Seelsorger und die Eheleute schaffen. Hier sieht sich die Deutsche Bischofskonferenz in einer besonderen Verantwortung angesichts des bereits genannten hohen Anteils konfessionsverschiedener Ehen in Deutschland.

Wir werden das Dokument, in das noch Einarbeitungen vorgenommen werden können, in den nächsten Wochen veröffentlichen. Ich darf hinzufügen, dass wir eine intensive Debatte zu diesem Thema in der Vollversammlung hatten und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht haben.

Dienstag, 3. April 2018

War Jesu Grab leer?

War das Grab an Ostern leer?
Das Neue Testament berichtet von den Frauen, die am Ostermorgen das Grab, in das Jesus am Karfreitagabend gelegt worden war, leer vorgefunden haben. Diese Berichte werden von vielen Exegeten als Legenden eingestuft. Tatsächlich habe der Leichnam noch im Grab gelegen und die Erzählungen sind Fiktion. Diese Theorie ist aus zwei Gründen fraglich: In den biblischen Texte gibt es keine Anzeichen dafür und wenn es Reliquien von Jesus gegeben hätte, wäre das geheim zu halten gewesen?
Kath.de-Wochenkommentar >>


Ostern - das Grab war leer
Die Auferstehung ist kein wissenschaftlich beweisbares Faktum, denn die experimentellen Methoden greifen nur innerhalb unserer Welt. In diese Welt ist Jesus aber ausdrücklich nicht zurückgekehrt.
Wir müssen unser Wirklichkeitsverständnis ausweiten, um die Auferstehung als „wirklich“ zu erkennen.
Kath.de >>


Die heutige Theologie und das leere Grab Jesu
Zum Nebenrangigen, das aufschlußreich sein kann, dürften die Erzählungen vom leeren Grab Jesu gehören. Von vielen theologischen Autoren werden sie heute ganz selbstverständlich als Legenden behandelt, die keinen historischen Anspruch erheben. So hat z.B. in der öffentlichen Auseinandersetzung um E.Drewermann, bei der die Frage des leeren Grabs eine beachtliche Rolle spielte, außer den Bischöfen kaum jemand den historischen Anspruch dieser Erzählungen vertreten. Ob dies so selbstverständlich ist, soll im folgenden auf drei Ebenen kurz geprüft werden.
Raymund Schwager, in Zeitschrift für Katholische Theologie 115


Das Grab des Gekreuzigten war nicht leer
Gerd Lüdemann untersucht die biblischen Berichte zur Auferstehung Jesu und kommt zum Ergebnis, dass die Auferstehung eine kollektive Halluzination gewesen sei
Welt.de >>

Mittwoch, 28. März 2018

Kritik für Kardinal Woelkis konservativen Kurs


Kardinal Woelki
Meisner reloaded
Die Hoffnung auf einen Neuanfang hat Kardinal Rainer Woelki nicht erfüllt. Es mehren sich Momente, in denen er frappierend an seinen Vorgänger Kardinal Meisner erinnert.
Frankfurter Rundschau >>


Hoffnungen in Kardinal Woelki bei vielen enttäuscht
Kardinal Woelki ist bekannt als engagierter Flüchtlingshelfer. Er hat aber noch eine andere Seite: Innerkirchlich fährt er einen stramm konservativen Kurs. Dafür erntet er nun Kritik – auch aus seinem Erzbistum in Köln.
welt.de >>


Verhältnis gestört
Kölner Erzbischof Woelki trennt sich von Generalvikar Meiering
Das Generalvikariat in der Marzellenstraße, Verwaltungszentrale des Erzbistums, braucht einen neuen Chef – Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (61) trennt sich zum 30. April von Amtsinhaber Dr. Dominik Meiering (48).
Meiering soll ab Mai leitender Pfarrer für die Innenstadt-Seelsorgebereiche St. Agnes, St. Gereon und Herz Jesu mit insgesamt neun Kirchengemeinden werden. Die Innenstadt besteht aus sechs Seelsorgebereichen, die zu einem „Sendungsraum Innenstadt“ gebündelt werden sollen.
Das ist Teil des pastoralen Zukunftswegs, den Woelki eingeleitet hat, unter anderem, um dem Priestermangel zu begegnen. Meiering stand diesem Weg dem Vernehmen nach eher skeptisch gegenüber.
express.de >>


Dominik Meiering wird leitender Pfarrer für Kölner Innenstadt
Vielfalt seelsorglicher Angebote
Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat Generalvikar Dr. Dominik Meiering gebeten, ab Spätsommer 2018 als Pfarrer die Leitung der Kölner Innenstadt-Pfarreien zu übernehmen. Dieser nahm die neue Aufgabe an.
domradio.de >>