Montag, 19. September 2016

Pastoraltheologe Haslinger hält Konzept größerer Seelsorgeeinheiten für gescheitert

Pfarreien wie Berghütten?
Das Konzept, Pfarreien zu größeren Seelsorgeeinheiten zusammenzufassen, hält der Paderborner Pastoraltheologe Herbert Haslinger für gescheitert. In einem Buch entwirft er nun einen Gegenvorschlag zu diesem Vorgehen vieler deutscher Diözesen.
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Herbert Haslinger
Gemeinde - Kirche am Ort
Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils
Bonifatius Verlag >>

Mittwoch, 14. September 2016

Reliquien heute und früher


Der Atem Jesu und die Haare des Papstes
Reliquien – das sind doch nur alte Knochen in katholischen Kirchen, so denkt man vielleicht. Aber Reliquien sind auch noch in ganz anderen Bereichen als der Religion zu finden, hat Michael Hollenbach bei seiner Spurensuche erfahren: zum Beispiel beim Fußball.
Deutschlandradio >>

Freitag, 9. September 2016

Wie (lange) können Gemeinden überleben?


Wir sind Kirche Deutschland hilft bei der Vernetzung von Kirchengemeinden in Deutschland

Die überall stattfindenden Gemeindezusammenlegungen und pastoralen Umstrukturierungen sowie der massiven kirchlichen Sparmaßnahmen stellen das Bild von Kirche als Volk Gottes, wie es das II. Vatikanische Konzil (1962 — 1965) betont hat, und die Mitwirkungsmöglichkeiten des Kirchenvolkes sehr in Frage.

Immer mehr Kirchengemeinden haben Probleme mit der Fusionspolitik der Bischöfe und dem Führungsstil der Kirche und wenden sich an die KirchenVolksBewegung. Die Proteste gegen von oben angeordnete und pastoral unverantwortliche Entscheidungen nehmen überall zu. Immer neue Gruppen entstehen, die notwendige Veränderungen aktiv mitgestalten wollen und Kontakte suchen.

Weitere Infos auf Wir-sind-Kirche.de >>


Wie (lange) können Gemeinden überleben?

Info-Brief als PDF >>

Montag, 29. August 2016

Willi Winkler: Der Papst sollte Luther heiligsprechen


Buch über Martin Luther
Willi Winkler: Der Papst sollte Luther heiligsprechen

Luther war kein Umstürzler, sagt der Publizist Willi Winkler, er wollte die Kirche "konservativ reformieren". Ohne seine Impulse hätte auch die katholische Kirche nicht überlebt, sie "wäre in den Abgrund gesunken in ihrer Korruptheit", so Winkler im Deutschlandfunk. Deswegen sollte Papst Franziskus Martin Luther heiligsprechen.

Willi Winkler im Gespräch mit Andreas Main auf Deutschlandfunk.de >>

Donnerstag, 18. August 2016

Wird Gerhard Ludwig Müller versetzt?


Gerhard Ludwig Müller: Der Störenfried
Seit drei Jahren steht der Präfekt der Glaubenskongregation im Schatten von Papst Franziskus. Wird Gerhard Ludwig Müller nun versetzt?
Zeit-Online >>

Dienstag, 16. August 2016

Zulehner: Papst sollte Holl, Drewermann und Küng anrufen


Zulehner: Papst sollte Holl, Drewermann und Küng anrufen
Wiener Pastoraltheologe blickt in Kirchenzeitung-Interview auf Aufbrüche und Reformen von den 1960er-Jahren bis heute zurück - Kirche leidet nicht nur unter einem Priestermangel, sondern an einem Weihemangel, "weil manche Laien faktisch priesterliche Aufgaben wahrnehmen"


Wien, 12.08.2016 (KAP) "Ganz toll fände ich es, würde Papst Franziskus zum Telefon greifen und Adolf Holl, Hans Küng und Eugen Drewermann anrufen und sie bitten, sich ihrem eigenen biographischen Traum entsprechend wieder mehr in die Kirche und ihre Entwicklung einzubringen": Das betonte der Wiener Pastoraltheologe Prof. Paul Zulehner in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag". Das Beispiel von Martin Luther zeige, "dass manchmal die Besten die Kirche verlassen haben, vielleicht auch verlassen mussten, weil sie mit ihren kühnen Ideen zu früh dran waren". Zulehner äußerte sich im "Sonntag"-Interview im Rahmen einer Serie anlässlich des Amtsantritt von Franz Königs als Erzbischof von Wien vor genau 60 Jahren.

Der Pastoraltheologe analysierte im Interview die entscheidenden Weichenstellungen der "Ära König" in Kirche und Gesellschaft. Die Bedeutung des 1968er-Jahres für Gesellschaft und Kirche werde dabei von vielen unterschätzt, so Zulehner. Es sei nämlich um den "in vieler Hinsicht gelungenen Versuch" gegangen, die Freiheitsgrade der Menschen zu erweitern. Zugleich hätten damit aber auch "tragische Entwicklungen" ihren Anfang genommen.

Manche Aspekte an den lebensgestaltenden Kräften wie Institutionen, Normen, oder Autoritäten seien damals als repressiv und freiheitsberaubend erlebt und erlitten worden. "Befreiung, Emanzipation stand auf dem Programm. Das Gewicht verschob sich von der Institution zur Person", so Zulehner.

Der Theologe erläuterte diese Entwicklung am Beispiel der Ehe: "Jetzt zählt nicht mehr der Vertrag, sondern das Vertragen, also die persönliche Liebe. Und nichts ist so verwundbar wie die Liebe. Das erklärt die rasche Destabilisierung der Beziehungen, mit oder ohne Trauschein."

Auch die Beichte sei von vielen Menschen "eher als Kontrollinstrument denn als Heilungsort erlebt" worden. Deshalb hätten auch viele aufgehört zu beichten. Zulehner: "Heilung suchten sie dann bei guten Therapeuten oder bei liebevollen Menschen. Papst Franziskus versucht diese tragische Entwicklung zu beenden."

Sozialmodell der "Priesterkirche" beendet
Ende der 1960er Jahre zeigte das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) erste Auswirkungen. Das Konzil habe offiziell das Sozialmodell der "Priesterkirche" beendet, so Zulehner. Der tiefe Graben zwischen den aktiv betreuenden Priestern und den vielen sei zugeschüttet worden. Laien hätten nach und nach ehrenamtliche Aufgaben übernommen. In den Pfarrgemeinderäten hätten sie auch eine Plattform der Mitberatung und Mitgestaltung gefunden, "wichtig war auch das Aufblühen der Beteiligung der Laien am Wirken der Kirche in den Laienorganisationen, der Katholischen Aktion, in den Verbänden. Auch wurden neben den Pfarrgemeinden sogenannte kategoriale Dienste ausgebaut."

Heute würde man sagen, Kirche ereigne sich zunehmend über die Pfarrgemeinden hinaus auch an anderen Orten - "in einer Hochschulgemeinde, in einem Familienkreis, in einer Ökumenischen Morgenfeier im Rundfunk", sagte der Wiener Theologe. Freilich sei als Folge des Konzils die Liturgie auch ein wenig nüchterner und manchmal auch banaler geworden, räumte er ein. Sehr wichtig sei zugleich die Entdeckung der Wortgottesliturgie gewesen, "und zwar nicht als Sonntagsmessersatz, sondern als Glaubensfeier mit eigener Würde". Auch das Lesen der Bibel sei insgesamt wichtiger geworden.

Viele seelsorgliche Aufgaben seien von den Priestern zu kompetenten, gut ausgebildeten Frauen und Männern übergegangen. Der Grund dafür sei aber nicht allein der Priestermangel, so Zulehner: "Eine Rolle spielte, dass es aufwändiger wurde, Menschen zu einer persönlichen Entscheidung für das Evangelium zu gewinnen. Laienseelsorger, Frauen wie Männer, trugen zu einer qualitätsvollen Seelsorge bei."

Heute, angesichts des grassierenden Priestermangels, seien die Laien aus der Seelsorge nicht mehr wegzudenken. Dabei zeige sich, "dass die Kirche nicht nur unter einem Priestermangel leidet. Vielmehr gibt es auch einen Weihemangel, weil manche Laien faktisch priesterliche Aufgaben wahrnehmen."

Vielfalt ist Reichtum der Kirche
Zur Frage, inwieweit neue Bewegungen wie das Opus Dei, die Charismatische Erneuerung oder das Neokatechumenat die Kirche bereicherten, meinte Zulehner, dass sich im Lauf der bewegten Geschichte der Kirche immer Menschen um Gründergestalten zu neuen Gemeinschaften unterschiedlicher Art zusammengeschlossen hätten. Die Orden seien das wichtigste Beispiel, "was auch bedeutet, dass das Sterben vieler Orden eine massive Schwächung der Kirche im Land darstellt".

In neuerer Zeit seien andere Nachfolgegemeinschaften entstanden. Sie zeigten, "dass das Evangelium unentwegt seine schöpferische Kraft erweist". Dass diese neuen Gebilde vielfältig seien, habe weniger mit dem Evangelium zu tun als mit mit der Verschiedenheit der Menschen, ihr Leben zu deuten und zu gestalten. Manche suchten mehr die Ordnung, andere den sozialen Dienst, wieder andere die spirituelle Tiefe. Diese Vielfalt sei aber ein Reichtum der Kirche.

Resümee des Pastoraltheologen: "Ist das einmal gesagt, kann immer noch im Detail besprochen werden, ob es nicht auch Schattenseiten in manchen neuen Bewegungen gibt. Dann gelten manche als autoritär und fremdbestimmend, andere wiederum als gar fromm, und das an den bedrängenden Leiden der Welt vorbei. Aber: Welche Gemeinschaft hat keine Schwächen?"



Zulehner wünscht sich Papst-Telefonate
„Ganz toll fände ich es, würde Papst Franziskus zum Telefon greifen und Adolf Holl, Hans Küng und Eugen Drewermann anrufen und sie bitten, sich ihrem eigenen biographischen Traum entsprechend wieder mehr in die Kirche und ihre Entwicklung einzubringen“
Religion.orf.at >>

Mittwoch, 10. August 2016

Pater Karl Schauer künftig in verantwortungsvoller Position in der Diözese Eisenstadt

Aktualisierung:
P. Karl Schauer wird künftig in verantwortungsvoller Position in der Diözese Eisenstadt tätig sein


Zsifkovics zu P. Karl Schauer: "Freuen uns, dich mitzunehmen"
Mit einer sehr herzlichen und bewegenden Geste dankte Bischof Zsifkovics dem langjährigen Superior von Mariazell, Pater Karl Schauer, für dessen beispielhaften Dienst und für dessen vorbildhaftes Engagement im Zeichen der Völkerverständigung und der Vermittlung christlicher Grundwerte gegenüber Millionen von Pilgern. Dabei überreichte er an Pater Karl ein von Künstler Heinz Ebner ins Werk gesetztes Bild, auf dem sowohl die Basilika Mariazell als auch der Eisenstädter Martinsdom zu sehen sind. Schließlich wird P. Karl Schauer nach beinahe 25-jähriger Tätigkeit als Superior von Mariazell künftig in verantwortungsvoller Position in der Diözese Eisenstadt tätig sein: "Wir freuen uns sehr darauf, Dich gleichsam in unsere Diözese ‚mitnehmen’ zu dürfen", so der Bischof zu P. Karl Schauer.
Quelle: martinus.at, 31. August



Führungswechsel im steirischen Wallfahrtsort Mariazell
Pater Michael Staberl neuer Superior ab 1. Oktober.

P. Karl Schauer legt sein Amt als Superior zurück. Sein Nachfolger wird P. Michael Staberl, wie das Stift St. Lambrecht am Dienstag, 9. August 2016 mitteilte.
P. Schauer habe gebeten, "nach fast 25 Jahren die Aufgabe des Superiors von Mariazell in jüngere Hände übergeben zu können", heißt es in der Aussendung des Stifts. P. Staberl wird demnach sein Amt als Superior am 1. Oktober antreten. Das Kloster in Mariazell ist ein Superiorat und gehört zum steirischen Benediktinerstift St. Lambrecht.

P. Schauer künftig in Diözese Eisenstadt tätig
P. Schauer wird demnach künftig in der Diözese Eisenstadt tätig sein, "da durch die lebendige Wallfahrtstradition der Burgenländer nach Mariazell eine enge Beziehung zu vielen Menschen und Pfarren" der Diözese im jüngsten Bundesland Österreichs gewachsen sei. "In den intensiven Jahren seines Dienstes in Mariazell ist eine gewaltige Aufbauarbeit in spiritueller, völkerverbindender und baulicher Hinsicht geschehen, für die wir sehr dankbar sind", heißt es weiter in der vom St. Lambrechter Abt Benedikt Plank gezeichneten Aussendung.

Welche Aufgaben P. Schauer künftig in der Diözese Eisenstadt übernehmen wird, steht derzeit noch nicht fest. Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und P. Schauer stünden im guten Einvernehmen, die konkrete Ausgestaltung der Aufgaben müsse aber erst vereinbart werden, so Diözesansprecher Dominik Orieschnig am Dienstag gegenüber "Kathpress". Auch P. Schauer bestätigte dies gegenüber "Kathpress" und betonte zugleich, dass er derzeit noch in vollem Einsatz für die Pilger stehe.
Erzdiözese Wien, 9. August >>


Pater Karl Schauer geht
Führungswechsel im steirischen Wallfahrtsort Mariazell: Pater Karl Schauer legt sein Amt als Superior zurück. Sein Nachfolger wird Pater Michael Staberl.
Kleine Zeitung, 9. August >>


Blogarchiv vom 27.8.2014:

Karl Schauer OSB wird Ehrenkanoniker in Eisenstadt