Mittwoch, 14. Juni 2017

Der Zölibat ist nicht mehr sakrosankt


Die Diskussion um die Priesterweihe von verheirateten Männern in der katholischen Kirche ist neu belebt worden. Den Anstoss dazu gab der Papst selbst.
NZZ, 11.6.2017 >>

Montag, 12. Juni 2017

Abstimmung in St. Andrä: Mehrheit für Kloster


St. Andrä: Mehrheit für Kloster
Die Bevölkerung von St. Andrä am Zicksee hat am Sonntag über den Bau des geplanten griechisch-orthodoxen Klosters, konkret über die Umwidmung des Grundstücks, abgestimmt. Bürgermeister Erich Goldenitsch verkündete am Nachmittag, dass das Grundstück umgewidmet wird.
burgenland.orf.at, 11.6.2017
Das Projekt war bereits vor mehreren Wochen gestoppt worden. Aus rechtlichen Gründen konnte die Volksabstimmung jedoch nicht mehr abgesagt werden. Am späten Nachmittag gab Goldenitsch (SPÖ) das Abstimmungsergebnis bekannt: 59,6 Prozent (569 Stimmen) kreuzten „Ja“ an, 40,4 Prozent (385 Stimmen) waren für „Nein“. Die Wahlbeteiligung war mit 72,74 Prozent relativ hoch.

Hat das Kloster doch noch eine Chance?
„Das Grundstück wird umgewidmet“, erklärt Goldenitsch. Er habe mit diesem Ergebnis gerechnet, erklärt der Bürgermeister, weil es „positive Zeichen seitens der Bevölkerung“ gegeben habe. Ob das Kloster doch noch eine Chance habe, liege an der Orthodoxen Kirche, so Goldenitsch.

Volksabstimmung in St. Andrä
Freude hingegen bei der griechisch-othodoxen Kirche. Obwohl das Projekt in St. Andrä bereits gestoppt wurde, könnte sich das nun wieder ändern. „Wir freuen uns darüber, denn das Dorf hat ausgedrückt, dass doch eine große Mehrheit für uns ist. Nach diesem Tag werden wir erst einmal darüber nachdenken, wie das bei Mönchen so ist auch beten und Gott wird uns hoffentlich helfen zu sehen, ob St. Andrä der Standort bleibt oder wir doch woanders hingehen, nachdem die Gruppe der Gegner doch nicht zu übersehen ist. Aber das wird die Zukunft zeigen“, sagt Abt Paisios Jung.

Gegner des Klosters enttäuscht
Die Volksabstimmung hatten Gegner des Klosters erwirkt. Deren Sprecher, Gehard Mauersics, ist enttäuscht. „Ich hätte damit gerechnet, dass es mehr Gegenstimmen gibt. Wir nehmen das Ergebnis aber zur Kenntnis“, so Mauersics.


Volksabstimmung
Eindeutiges Ja für Kloster ist da!
Eine Stunde nach dem Ende der Abstimmungszeiten steht das Ergebnis fest: 569 Ja-Stimmen (59,64%) und 385 Nein-Stimmen (40,35%) für das orthodoxe Kloster-Projekt.
bvz, 11.6.2017 >>

Donnerstag, 11. Mai 2017

Bistum Essen erprobt Gemeindeleitung durch Ehrenamtliche

Ehrenamtliche leiten ihre Gemeinden selbst
In zwei katholischen Pfarreien in Essen und Oberhausen erprobt das Bistum Essen jetzt, wie ehrenamtliche Teams katholische Gemeinden leiten können.


Professionelle Begleitung
 
In zwei katholischen Gemeinden in Essen und Oberhausen bereiten sich jetzt ehrenamtliche Teams darauf vor, künftig auch die Leitung ihrer Gemeinden zu übernehmen. In den vergangenen Tagen haben Vertreter der Gemeinde Zur Heilige Familie auf der Essener Margarethenhöhe und Liebfrauen in Oberhausen-Sterkrade eine entsprechende Vereinbarung mit dem Bistum Essen unterzeichnet. Begleitet von verschiedenen Fachleuten werden die Ehrenamtlichen nun in einem ein- bis anderthalbjährigen Prozess auf diese Leitungsaufgabe vorbereitet, die im Ruhrbistum für gewöhnlich Priester oder Gemeindereferentinnen übernehmen.

„Welche Formen der Struktur und der Organisation eignen sich?“
 
Für das Bistum sind Entwicklung und Erprobung neuer Gemeindeleitungsmodelle ein Lernprozess, für den es keinerlei festes Konzept gibt, betont Roman Blaut. Als Referent für ehrenamtliches Engagement leitet er eine Arbeitsgruppe, die sich im Rahmen des Zukunftsbildes mit der Frage der ehrenamtlichen Leitung von Gemeinden beschäftigt. „Wichtig ist, dass an den beiden Standorten in Essen und Oberhausen nun in einem geschützten Rahmen absolut zieloffen darüber nachgedacht werden kann, wie Kirchengemeinden sich in Zeiten leerer Kassen und ohne eigenes Personal organisieren können“, betont Blaut. „Welche Formen der Struktur und der Organisation eignen sich? Wie kann es gelingen, dass das christliche Leben vor Ort weiter gehen kann?“, nennt er zwei der Fragen, die die beiden Projektgemeinden nun nicht nur für sich beantworten sollen. „Als Bistum wollen wir natürlich auch lernen, welche Tipps wir in Zukunft Gemeinden geben können, die sich auf diesen Weg begeben“, erläutert Blaut. Um diese Herausforderungen meistern zu können, stellt das Bistum den Projektgemeinden jeweils ein professionelles Begleitungsteam zur Seite, das mit den engagierten Gemeindemitgliedern in den kommenden 12 bis 18 Monaten neue Formen der kirchlichen Präsenz vor Ort entwickeln wird. Organisatorisch bleiben die Gemeinden auch künftig Teil der jeweiligen Pfarrei.

Teil des Zukunftsbild-Prozesses
 
Für die Entwicklung solcher neuen Modelle hat das Bistum Essen in seinem Zukunftsbild-Prozess 2015 einen Impuls der Deutschen Bischofskonferenz aufgegriffen. In deren Papier „Gemeinsam Kirche sein“ betonen die deutschen Bischöfe die gemeinsame Verantwortung von Laien und Priestern, getauften Frauen und Männern für die Kirche von Morgen. Hier seien noch viele Möglichkeiten offen, für die auch das Kirchenrecht durchaus Spielräume offen hält. Zudem hat das Ruhrbistum bereits 2015 der Gemeinde St. Barbara in Duisburg-Röttgersbach den Status einer Projektgemeinde mit einer ehrenamtlichen Leitung eingeräumt.

Weitere Infos auf Bistum Essen >>



KEINE WEIHE IM BISTUM OSNABRÜCK
Kommentar zum Priestermangel:
Stärkt die Laien!

Osnabrück. Alle Stoßgebete sind offenbar verhallt: Seit Jahren macht sich eine Leere im deutschen Altarraum breit, die weder mit Aushilfspriestern noch mit immer größeren Pfarreien kaschiert werden kann.
Neue Osnabrücker Zeitung >>

Mittwoch, 10. Mai 2017

Charamsa: Abrechnung mit „homophober“ Kirche


In seinem Buch „Der erste Stein“ rechnet der ehemalige Vatikan-Prälat Krzysztof Charamsa mit der römisch-katholischen Kirche ab. Dabei teilt er kräftig gegen einen homophoben Klerus aus, auch die Päpste Benedikt XVI. und Franziskus bleiben nicht verschont.
orf.at >>

»Wenn jemand homosexuell ist und Gott sucht und guten Willens ist, wer bin ich, über ihn zu richten?« Diese Worte von Papst Franziskus ließen die Welt aufhorchen und viele homosexuelle Priester Hoffnung schöpfen. Doch ein grundlegender Wandel in der Haltung der katholischen Kirche gegenüber Homosexualität lässt weiter auf sich warten. Umso mehr Wirbel verursachte das Coming-out des hochrangigen polnischen Priesters Krzysztof Charamsa im Oktober 2015. Charamsa lehrte an der Gregoriana und war Mitglied der Kongregation für die Glaubenslehre. Charamsa, der mit einem Mann zusammenlebt, wählte bewusst den Zeitpunkt kurz vor Beginn der Familiensynode im Vatikan, um auf das »unmenschliche« Verhältnis der Kirche zu Homosexuellen hinzuweisen und auf die Tatsache, dass der Klerus in weiten Teilen homosexuell sei. In seinem Buch berichtet Charamsa von seinem persönlichen Werdegang und seiner Kirchenkarriere, eröffnet erschreckende Einblicke in den Alltag von kirchlicher Ausbildung und Klerus, beschreibt die Absurdität von Doktrinen und Vorschriften wie dem Zölibat. Dabei greift er immer wieder die homophoben Strukturen der katholischen Kirche an. Sein Coming-out wird für ihn zur großen Befreiung. Seine persönliche Geschichte ist die Geschichte "einer Kirche, die besessen ist vom Sex, die der Sex krank macht." 

Donnerstag, 27. April 2017

Aus für Klosterprojekt St. Andrä

Metropolit Arsenios Kardamakis
Orthodoxes Kloster:
St. Andrä verspielt endgültig Chance auf Jahrhundertprojekt
Der griechisch-orthodoxe Metropolit von Austria und Exarch von Ungarn und Mitteleuropa, Arsenios Kardamakis, gibt im persönlichen Gespräch und in einem Brief dem Bürgermeister und dem Gemeinderat von St. Andrä am Zicksee die Entscheidung bekannt, nach dem bedauerlichen Ausmaß der Feindseligkeiten, des Schürens von Falschmeldungen und Ängsten in der Gemeinde das 1. Orthodoxe Kloster in Österreich nicht an diesem Ort zu errichten: "Zum Wohle des Friedens in der Gemeinde, zum Wohle der Mönche und des ökumenischen Stiftungsgedankens".
martinus.at >>

Kein orthodoxes Kloster in St. Andrä
Das griechisch-orthodoxe Kloster wird in St. Andrä am Zicksee (Bezirk Neusiedl am See) nicht errichtet. Das hat die Diözese Eisenstadt am Donnerstag in einer Aussendung bekanntgegeben.
burgenland.orf.at >>

St. Andrä am Zicksee
Endgültige Absage für Orthodoxes Kloster
Das erste Orthodoxe Kloster Österreichs wird nicht in St. Andrä errichtet. Metropolit Arsenios Kardamakis bedauert in einem Brief an den Gemeinderat „Feindseligkeiten“ rund um das Projekt.
bvz.at >>

Orthodoxes Kloster in St. Andrä wird doch nicht gebaut
Die Diözese Eisenstadt gab bekannt, dass das Ansuchen auf Umwidmung des besagten Grundstückes zurückgezogen wurde. Grund sei das "bedauerliche Ausmaß an Feindseligkeiten" im Ort, wo Gegner vehement gegen das erste orthodoxe Kloster Österreichs gekämpft hatten.
Die Presse >>

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St. Andrä muss über Kloster abstimmen
Die griechisch-orthodoxe Kirche hat den Klosterbau in St. Andrä gestoppt. Doch die Geschichte des umstrittenen Projekts ist noch nicht zu Ende: Denn die von den Gegnern erwirkte Volksabstimmung muss am 11. Juni abgehalten werden.
burgenland.orf.at >>

Dienstag, 11. April 2017

Kardinal Kasper stößt erneute Debatte über Zölibat an


„Viri probati“ könnten Seelsorge retten
Ständig anwachsende Seelsorgeeinheiten, dennoch weniger Seelsorge: Der Priestermangel in der katholischen Kirche macht es vielen Gläubigen immer schwerer, Sonntagsmessen mitzufeiern und damit Gemeinschaft zu erleben.
Schwäbische.de >>


Gegenrede von Paul Josef Kardinal Cordes
Der Priester ist kein Auslaufmodell
Kardinal Marx will Laien die Gemeindeleitung übertragen. Doch können amtliche Dienste aus dem geweihten Amt ausgegliedert werden? Eine theologische Gegenrede.
Die Tagespost >>

Montag, 10. April 2017

Dtld: Katholikinnen kritisieren selbstherrliche Pfarrer mit Schubladendenken


Katholikinnen kritisieren selbstherrliche Pfarrer
  • Drei Reformgruppen im Erzbistum München und Freising haben Frauen aufgerufen, ihre Erfahrungen mit der Kirche zu schildern.
  • Viele berichten von selbstherrlichen Pfarrern, Schubladendenken und weit verbreiteter Geringschätzung von Frauen.
  • Die Umfrage ist nicht repräsentativ. 390 Frauen beteiligten sich, die Zahl der Katholiken im Bistum beläuft sich auf etwa 1,7 Millionen. Man wollte vielmehr konkrete Erfahrungen
Süddeutsche Zeitung >>


Ergebnisse der Umfrage zu Erfahrungen von römisch-katholischen Frauen mit und in ihrer Kirche im November 2016  als PDF >>
durchgeführt von Gemeindeinitiative.org in Kooperation mit Münchner Kreis und Kirchenvolksbewegung Wir sind Kirche


Präsentation der Fakten (ppt)