Dienstag, 21. März 2017

Volksabstimmung für orthodoxes Kloster endlich beschlossen


Orthodoxes Kloster in St. Andrä:
Zusammenhalt für Plebiszit

Über das geplante Kloster in der burgenländischen Gemeinde wird das Volk entscheiden, katholische Kirche leistet "Schützenhilfe"
St. Andrä – Der Plan, in St. Andrä am Zicksee Mitteleuropas erstes orthodoxes Kloster zu errichten, wird dem Gemeindevolk zur Entscheidung vorgelegt. Im zweiten Versuch legten die Gegner des Klosterbaus mit 366 gültigen Unterschriften deutlich mehr als die vom burgenländischen Gemeindevolksrechtegesetz vorgeschriebenen 25 Prozent der Stimmen der Wahlberechtigten vor.
Der Gemeinderat, im November einstimmig für die Umwidmung des Grundstückes, beschloss am Freitagabend die Durchführung der Volksabstimmung. Und zwar Ende Mai, Anfang Juni, so SPÖ-Bürgermeister Erich Goldenitsch.

Experte: "Nicht rechtens"
Zuletzt ist es rund um diesen Klosterbau zu einer übers Burgenland hinausgehenden Debatte gekommen. Verwaltungsrechtexperte Bernhard Raschauer hielt die Volksabstimmung überhaupt für "nicht rechtens". Sie sei nämlich nicht gesetzeskonform "anlässlich der Beschlussfassung" verlangt worden. Doch, heißt es in der Eisenstädter Gemeindeabteilung etwas verärgert darob.
Während die orthodoxe Kirche sich vornehm heraushält, macht die katholische Kirche, auf deren Grund das Kloster errichtet werden soll, wenig Hehl aus ihrem Ärger. Michael Proházka, der Abt des Prämonstratenserklosters im niederösterreichischen Geras, leiht sich für die "Niederösterreichischen Nachrichten" gar paulinische Engelszungen für die Forderung nach katholischer "Schützenhilfe". Denn: "Wenn wir hier nicht ökumenische Solidarität zeigen, dann sind unser ganzes Reden und unsere Zusammenkünfte nur 'tönendes Erz und klingende Schelle'!"

"Enteignung durch die Hintertür"
Dominik Orieschnig, Eisenstädter Diözesansprecher, vermutet überhaupt einen Hintersinn. Zur kirchlichen Agentur Kathpress meinte er, der Bürgermeister versuche "mit seinem Angebot eines ominösen Grundstückstausches das kirchliche Grundstück in Gemeindebesitz zu bekommen", dies alles trage "die skandalösen Zeichen einer Enteignung der Kirche durch die Hintertür".
Auch ein Rückzug des Bauwerbers, wie unlängst bei einem Glashausprojekt im benachbarten Frauenkirchen, sei denkbar, inklusive allfälliger Schadenersatzansprüche.
Für diesen Fall gäbe es schon eine Ausweichmöglichkeit. Manfred Kölly, Listenbürgermeister von Deutschkreutz, versprach bei einer Pressekonferenz Grund in seiner Gemeinde zur Verfügung zu stellen. "Schreibt's das einmal!" Hiermit gern geschehen. (Wolfgang Weisgram, 20.3.2017)
Der Standard >>


St. Andrä: Volksabstimmung beschlossen
Der Gemeinderat von St. Andrä hat sich Freitagabend einmal mehr mit dem geplanten Bau eines orthodoxen Klosters beschäftigt. Gegner des Projekts haben genug Unterschriften für die Abhaltung einer Volksabstimmung gesammelt - diese ist beschlossen worden.
burgenland.orf.at >>


Freunde des Klosters Maria Schutz 

Blogarchiv vom 24. Januar 2017
Volksabstimmung über orthodoxes Kloster in St. Andrä kommt

Freitag, 10. März 2017

Vorschlag gegen Priestermangel: verheiratete Diakone

Theologe Hoping schlägt Lösung gegen Priestermangel vor
"Verheiratete Diakone zu Priestern weihen"
An diesem Mittwoch war bei der Bischofsvollversammlung in Bensberg Studientag. Das Thema: die sinkende Zahl von Priestern in Deutschland. Der Freiburger Theologe Helmut Hoping hat dazu einen eigenen Lösungsvorschlag.
domradio.de >>


Ein Vorschlag:
Viri probati zur Priesterweihe zulassen
Den Verantwortlichen in den Diözesen ist das Problem schon lange bekannt. Bedingt durch den Priestermangel drohen viele Diözesen einen Teil ihrer sakramentalen Grundstruktur einzubüßen. Dieser Beitrag macht einen Vorschlag, unter welchen Bedingungen verheiratete Diakone zur Priesterweihe zugelassen werden können, ohne dass dies auf Kosten des zölibatären Priestertums geht. Von Helmut Hoping, Philipp Müller
Herder Korrespondenz 3/2017 >>

Papstinterview: „Ich kenne auch die leeren Momente“
Er war in Hamburg, aber nicht in Augsburg. Er versteht Deutsch, aber nur wenn es langsam gesprochen wird. Und nein, in diesem Jahr kommt er wohl nicht nach Deutschland: Papst Franziskus hat zum ersten Mal in seinem Pontifikat einem deutschsprachigen Medium ein Interview gegeben, es erscheint in der Wochenzeitung „Die Zeit“ unter dem Titel „Ich bin Sünder und bin fehlbar“.
Radio Vatikan >>


Papst Franziskus spricht im Interview über Priestermangel und einen Deutschlandbesuch
Verheiratete Männer als Priester?
In seinem ersten Interview mit einer deutschen Zeitung spricht Papst Franziskus über seine Glaubenszweifel, die Gefahr des Populismus, einen möglichen freiwilligen Zölibat und das Lutherjahr 2017.
domradio.de >>


Franziskus im Interview
Der fehlbare Papst
Franziskus hat erstmals einer deutschen Zeitung ein Interview gegeben. Darin bekennt er: Es gebe auch Glaubenskrisen in seinem Leben. Und er sei ein Sünder und fehlbar. Und was ist mit der päpstlichen Unfehlbarkeit?
Stuttgarter Zeitung >>


Verheiratete Priester
Was heißt hier, man soll mit dem Zölibat nicht spielen?
Du kannst eine Göttin neben dir haben: Ein wegweisender Vorstoß, verheiratete Männer zu Priestern zu weihen, führt zu Diskussionen um den Zölibat. Die Knappheit an Priestern macht Reformen notwendig.
Frankfurter Allgemeine >>

Mittwoch, 8. März 2017

Weckruf von Hans Küng: "Kirchenspaltung beenden!"

Beendet die Kirchenspaltung!

500 Jahre nach der Reformation: Römische Absichtserklärungen und Vorschläge zur Buße und Versöhnung haben die ökumenisch engagierten Christen schon zu oft gehört. Nun müssen endlich Taten folgen.

Für das Jubiläumsjahr 2017 sollten die Verantwortlichen die teils schon seit Jahrzehnten vorliegenden Ergebnisse der ökumenischen Dialogkommissionen konsequent in die Tat umsetzen. Für die katholische Kirche drängen sich auf:
  1. Rehabilitation Martin Luthers,
  2. Aufhebung aller Exkommunikationen aus der Reformationszeit,
  3. Anerkennung der protestantischen und anglikanischen Ämter,
  4. Gegenseitige eucharistische Gastfreundschaft.


Weckruf von Hans Küng im Standard >>

Mittwoch, 1. März 2017

Begleiter durch die Fastenzeit



Impulse in der Fastenzeit vom Bibelwerk der Diözese Linz
Einmal am Tag innehalten – nur kurz.
Einmal am Tag durchatmen, aufatmen,
sich beschenken lassen:
von einem biblischen Wort, einem Bild, einem Text


Thema Fastenzeit - Erzdiözese Wien
Die Fastenzeit - das ist die 40-tägige Vorbereitungszeit auf das Osterfest, das Fest der Auferstehung. Sie ist eine Zeit der Umkehr, des Neuwerdens und eine Zeit der Gottesbegegnung - das deutet die Zahl 40 in der Bibel immer wieder an. So zog sich auch Jesus 40 Tage in die Wüste zurück zum Fasten und Beten.


Mit "Papst-SMS" durch die Fastenzeit
40 Tage lang bis Karsamstag täglich gratis ein Papst-Zitat aufs Handy.


"Mehr ist Mehr" - Fastenimpulse 2017

Die Fastenimpulse sind tägliche Mails sowie WhatsApp-Nachrichten, die während der Fastenzeit mit einem prägnanten Bild, und einem kurzen Textimpuls einen kleinen Nachdenk-Impuls setzen wollen.


Nur für Heute
Täglich einen Impuls.
Nur Für Dich.
Nur Für Heute.
Einfach mal kurz Innehalten,
Durchatmen und
mit in den Tag nehmen.

Freitag, 24. Februar 2017

Kirchenasyle in Deutschland steigen um 17 Prozent

Bischöfe: Erneute Überprüfungen der Fälle vermeiden Härtefälle
Kirchenasyle steigen um 17 Prozent in Deutschland
Die Deutsche Bischofskonferenz bewertet das mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vereinbarte Verfahren zum Kirchenasyl weiterhin positiv. »Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass durch die erneute Überprüfung der von den Kirchenvertretern vorgetragenen Fälle individuelle Härten vermieden werden können und die Möglichkeit eines Asylverfahrens in Deutschland eröffnet wird«, erklärte der Sprecher der Bischofskonferenz, Matthias Kopp, auf Anfrage am Dienstag in Bonn.
Weiterlesen auf Kirche+Leben >>

Mittwoch, 22. Februar 2017

Solidaritätsaktion katholischer Publizisten für Papst Franziskus


Katholische Publizisten starten Solidaritätsaktion für Papst Franziskus
Gegen "Propaganda und Misstrauen"
Sie wollen öffentlich ihre Unterstützung für Papst Franziskus demonstrieren. Katholische Publizisten aus dem deutschsprachigen Raum haben deshalb einen "Weckruf" veröffentlicht.

Die Initiatoren, die sich zum großen Teil selbst durchaus konservativ verorten, kritisieren darin scharf "eine Kampagne konservativer katholischer Publizisten gegen Papst Franziskus". Zugleich distanzieren sie sich von den "Zweifeln" (Dubia) vier prominenter Kardinäle, die das Papstschreiben "Amoris laetitia" als "Bruch des Lehramtes hinsichtlich der Ehepastoral" angreifen würden.

In dem mit "Sine Dubiis, pro Papa - Wir gehen mit Papst Franziskus" überschriebenen Aufruf loben die Verfasser den Papst und sein Kernanliegen der Barmherzigkeit als großen Segen für die Kirche.

Wörtlich schreiben sie: "Wir distanzieren uns davon, die guten Akzente dieses Papstes ständig argwöhnisch zu beachten und fühlen uns dabei an einen Ausspruch von Berti Vogts erinnert: 'Wenn ich übers Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker: Nicht mal schwimmen kann der!'"
domradio.de >>


Ein Weckruf für 2017
Ubi Petrus, ibi Ecclesia – wo Petrus ist, da ist die Kirche. Gemäß dieser Maxime glaubten und handelten Generationen katholischer Christen. Dieses Vertrauen in Petrus und seine Nachfolger ist kein Vertrauen in menschliche Gestalten, sondern Vertrauen in den Heiligen Geist selbst, der die Kirche Jesu Christi leitet und ihr beisteht. Dieses Vertrauen bedeutete immer auch ein liebevolles, aber dennoch selbstbewusstes Einstehen gegenüber den christlichen Strömungen der Reformation. Doch ausgerechnet im sogenannten „Luther-Jahr“ 2017 schüren die ihrem Selbstverständnis nach „romtreuen“ Kreise Misstrauen und Argwohn gegenüber dem Papst in einer Weise, die Luther alle Ehre gemacht hätte. Dagegen wenden sich die Unterzeichner dieses Weckrufs: Wir wollen keine Reformation reloaded – Wir gehen mit Papst Franziskus!
The CathWalk >>